Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   16.06.15 14:07
    Sorry, aber ich glaube n

http://myblog.de/freedom-love

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ein schlimmes Outing mit Folgen

Ich werde mich trauen. Gleich morgen werde ich es allen sagen. Das denke ich mir.

Ich weiss zwar noch nicht wie, aber ich werde es machen. Ich sitze in meinem Zimmer und denke darüber nach, wie ich mich morgen Outen soll. Ich habe nämlich keine Lust mehr überall als ein Junge durchzugehen. Ich fühle mich schon lange als Mädchen und in Internet, wo ich keinen kenne bin ich die Ronja.

Ich lege mich schlafen. Morgen ist der erste Schultag nach den Ferien.

Es ist morgens. Ich stehe auf und ziehe mir ein schönes schlichtes blaues Kleid an mit kleinen Blumen, die ebenfalls blau sind an. Dann schminke ich mich dezent. Das habe ich auch in den Ferien immer zu Hause gemacht. Da ich bei meinem Vater lebe und der die ganzen Ferien über mit seiner neuen Freundin im Urlaub war. Ich wollte natürlich nicht mit. In den Ferien bin ich nur als Mädchen im Haus herum gelaufen und war immer alleine, da ich keine Lust auf Freunde hatte. Ich habe mir sogar auch tolle Sachen im Internet bestellt, wie Schminke, Kleidung und Schmuck. Als ich fertig bin mit dem fertig machen, gehe ich in die Küche. Dort sehen mich mein Vater und seine Freundin verwundert an. „Ich bin ein Mädchen.“, sagte ich und esse. Nach dem Essen laufen ich zur Schule. Auf den Weg dort hin treffe ich Mitschüler und Mitschülerinnen, die sich lustig über mich machen. Endlich in der Schule angekommen freue ich mich schon auf den Unterricht. Als meine Lehrerin in die Klasse kommt, weiss sie schon bescheid, da ich ihr in den Ferien eine lange E-mail geschrieben hatte. Sie bittet mich nach vorne. Nun stehe ich vor der Klasse. Ich erzählen ihnen wie ich mich fühle und wie sie mit mir umgehen sollen. Leider stoße ich auf großen Widerstand. Keiner kann mich verstehen. Sie meinen, dass ich nicht ganz dicht im Kopf bin.

Nach der Schule, auf dem Heimweg merke ich, dass ich ganz alleine bin. Keiner mag mich. Selbst wo ich zu Hause ankomme, darf ich mir an höhren, dass ich mit dem Quatsch aufhören soll. Dabei möchte ich doch auch nur leben und mich eben nicht mehr verstellen. Ich gehe in mein Zimmer und weine. Ich kann einfach nicht mehr. Es macht mich fertig zu sehen, dass man mich so nicht gern hat. Also hat mein Vater mich nie richtig geliebt. Auch wenn er es immer gesagt hat. Er hat es anscheinend nie ernst gemeint. Ich beschließe nicht mehr in die Schule zu gehen.

Seit paar Wochen fehle ich in der Schule. Ich sitze nur noch zu Hause rum und bin im Internet. Dort kann ich wenigstens ich selbst sein und keiner meint, dass ich spinne oder so was. Mittlerweile ritze ich mich wieder. Ich plane sogar einen Suizid, da ich aufgeben möchte. Im Internet habe ich das sogar einer guten Bekanntschaft geschrieben. Sie versteht mich und will mir auch Tipps zur Umsetzung geben. Nach circa einer Woche steht mein Plan.

Es ist Sonntag abend und mein Vater mit seiner Freundin sind feiern. Ich mache mich zum letzen mal schick. Dann verlasse ich das Haus. Mittlerweile ist es ein Uhr morgens. Ich gehe zu meinem Lieblingsort, der Staumauer. Stelle mich hinter die Absperrung und springe hinunter. Meiner Internetbekanntschaft habe ich vorher noch einen Abschiedsbrief hinterlassen, worin ich mich bei ihr für alles bedanke. Nun ist es vorbei. Ich bin tot. Alle sind glücklich, denn sie müssen mich nicht mehr in ihrem Leben ertragen.

20.9.15 17:20
 
Letzte Einträge: War es das Jetzt?!, Ein Ausflug mit Bedeutung


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung